Kategorie: Information
Harmonische Triaden: Physiker, Musiker, und Instrumentenmacher in Deutschland im 19. Jahrhundert
Veranstaltungs Daten: 22.09.2011 16:00Ort: Fraunhofer ITWM, Hörsaal
Referent: Professor Myles W. Jackson, New York University, USA
Im 19. Jahrhundert hat eine sehr intensive und interessante Zusammenarbeit zwischen Physikern, Musikern und Instrumentenmachern stattgefunden. Physiker benutzten Musikinstrumente als Untersuchungsobjekte und trugen durch ihre Forschungen zur Verbesserung in der Instrumentenherstellung bei. Die Forschungen über akustische Vibrationen führten nicht nur zur Erfindung neuer musikalischer Instrumente, sondern auch zur Entstehung von adiabatischen Phänomenen. Aus den Untersuchungen sind verbesserte Zungenpfeifen für Orgeln entstanden und es wurde die experimentelle Basis der Thermodynamik begründet. Physiker und Handwerker haben versucht, die Musik zu standardisieren. Ob solche Standardisierung allerdings in der Kunst und Ästhetik überhaupt möglich und wünschenswert sind, wurde heftig diskutiert. Der Vortrag thematisiert die Einflüsse der Physik in der Musik und geht der Frage nach, ob Physiker mit der angewandeten Mechanik und Dynamik musikalische Handfertigkeit erklären können und ob die Virtuosität eines Paganinis oder Liszts irgendwie messbar und quantifizierbar ist. Myles W. Jackson, geb. 1964 in Paterson, New Jersey, ist Professor für die Geschichte und Philosophie von Wissenschaft und Technik am Polytechnic Institute der New York University und Professor für Wissenschafts- und Technologiegeschichte an der Gallatin School of New York University. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der deutschen Wissenschaft und Technik im 18. und 19. Jahrhundert.
Veranstalter: Felix-Klein-Zentrum für Mathematik, Kaiserslautern
Anschrift Fraunhofer ITWM: Fraunhofer-Platz-1, 67663 Kaiserslautern
Eintritt frei!








